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Tipps zur Rücksichtnahme auf Wildtiere im Winterwald

Waldschutzorganisation PEFC setzt sich für Miteinander von Mensch und Natur ein

Foto: (c) DT -Joerg Herrlinger

Für viele gehört der traditionellen Waldspaziergang zwischen Weihnachten und Neujahr zum Jahreswechsel dazu. Zu Beginn der Wintersaison macht die Waldschutzorganisation PEFC Deutschland auf vorbildliches Verhalten im Winterwald aufmerksam. Sie gibt Freizeitaktiven und Erholungssuchenden Tipps, wie sie mit einfachen Regeln Rücksicht auf Wildtiere und Pflanzen nehmen können:

Tipp 1: Immer auf den Wegen bleiben
Querfeldein-Wanderungen und Sport auf Nebenrouten verschrecken die Waldtiere, diese flüchten und verschwenden dabei mitunter so viel Energie, dass sie im wiederholten Fall vor Erschöpfung verenden.

Tipp 2: Hunde an der Leine halten
Aus demselben Grund sollten Hundebesitzer ihre Lieblinge immer an der Leine halten, denn Wildtiere flüchten vor frei laufenden Hunden.

Tipp 3: Nur die Hauptwege benutzen
Wanderer, Läufer und Radfahrer können hingegen im Winter die gekennzeichneten Hauptwege benutzen. An diesen „Verkehr“ gewöhnt sich das Wild mit der Zeit.

Tipp 4: Waldränder und schneefreie Flächen meiden
Beide Orte sind die Waldareale, in denen das Wild im Winter noch die besten Äsungsmöglichkeiten vorfindet. Besucher müssen diese Lieblingsplätze der Tiere meiden, um sie nicht zu stören.

Tipp 5: Wildruhezonen ganz umgehen
Wildruhezonen sind durch die Forstverwaltung meistens markiert und bieten dem Wild Rückzugsräume. Darauf sollten Waldbesucher Rücksicht nehmen, zumal sie bei Nichtbeachtung auch mit Ordnungsbußen oder sogar Strafanzeige rechnen müssen.

Tipp 6: Lärm und Abendbesuche vermeiden
Wildtiere fühlen sich durch jede Art von Lärm sofort bedroht. Daher sollten sich Spaziergänger ruhig verhalten. Spätestens bei Anbruch der Dämmerung sollten sie den Wald verlassen. Und selbstverständlich sind Silvesterböller im Wald verboten, auch am Neujahrstag!

Tipp 7: Spurenlesen macht nicht nur Kindern Spaß
Rund zwei Drittel der deutschen Wälder tragen bereits das PEFC-Siegel und werden nachhaltig bewirtschaftet. Daher kehren zwischenzeitlich abgewanderte Wildtiere in die deutschen Wälder zurück, darunter Biber, Luchs und Wildkatze. Das macht das Lesen von Tierspuren am Boden noch spannender – gerade mit Kindern, für die einige gute Waldführer im Buchladen erhältlich sind.

Fazit: Wer diese Ratschläge beherzigt, darf sicher sein, dass der winterliche Waldbesuch nicht nur ihn selbst stärkt, sondern dass auch die Natur gekräftigt ins nächste Frühjahr starten wird.

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