DT2go Lesetipp:

Schnelles Internet für Homburg

Vierfache Datengeschwindigkeit für 17.000 Haushalte bis zum Jahresende.

Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind, Telekom-Regio-Manager Bruno Stolz und Wirtschaftsfördererin Dagmar Pfeiffer.

Die Telekom investiert mächtig in der Kreisstadt, verlegt in den kommenden Monaten 39 Kilometer Glasfaserkabel und baut 74 neue Netzverteiler auf.

Ziel: Die Homburger sollen ab Jahresende in den Genuss eines schnelleren Internets kommen. Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind und Telekom-Regio-Manager Bruno Stolz unterzeichneten jetzt eine entsprechende Kooperationsvereinbarung. Bereits in drei Wochen könnten die Verlege- und Installationsarbeiten beginnen.

Für PC-Nutzer gehört es zu den quälendsten Momenten ‚zuzusehen‘, wie sich Datenpakete stauen und pressen, bevor sie sich in die unter Putz liegenden Leitungen hineinquetschen. Und genauso quälend ist es, holpernde Monitor-Bilder im Kopf zum Film zusammenbauen zu müssen, weil die Datenautobahn mehr Datenfeldweg ist. Damit soll Schluss sein. Zumindest in Homburg und das schon recht bald. Das von Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind bereits im Wahlkampf zur „Chefsache“ erklärte schnelle Internet kommt.

Wirtschaftsfördererin Dagmar Pfeiffer hatte bei der Telekom entsprechende Überzeugungsarbeit geleistet und für das Unternehmen bestätigte Telekom-Regio-Manager Bruno Stolz, dass man im unteren Millionenbereich im Stadtgebiet investieren werde. Vor allem in Jägersburg, Beeden und Schwarzenbach dürfte diese Nachricht mit Freude aufgenommen werden, wo schnelles Internet eher den Wunschträumen zuzurechnen ist.

In Kirrberg kümmert sich Schlau.com darum, in Bruchhof-Sanddorf inexio. So wird es in absehbarer Zeit eine nahzu flächendeckende Versorgung geben. Warum vereinzelt anfänglich schnelle Interzugänge immer lahmer wurden, sei technisch bedingt und den Eigenschaften des verwendeten Kupferkabels geschuldet. „Nach 4,5 Kilometern kommt kein Signal mehr an“, so Stolz. Nun folgt auf Kupfer Glas und alles soll besser werden. Neben den technologischen Einschränkungen kämpft das Internet auch mit den immer größer werdenden Datenmengen. Stolz verdeutlicht: „Homburg hat heute einen Bedarf an Datenmengen, der dem Gesamtbedarf des weltweiten Internets im Jahr 1997 entspricht.“ Dazu beitragen würden Internet-Fernsehen und Cloud-Speicher, aber auch die zunehmende Heimarbeit und die Möglichkeiten der Gesundheitsüberwachung.

Die Glasfasertechnologie werde dem gerecht und über die neuen Leitungen betreibt die Telekom ab 2018 dann auch ihre Telefonie-Angebote. Kupfer verbindet allenfalls noch die Netzverteiler mit den Häusern. Um die elektromagnetischen Störungen aus der Kupferleitung zu nehmen, setzt die Telekom ihre spezielle Vectoring-Technik ein, die diese materialbedingten Störungen herausrechnet.

Zum Jahresende hin wird die Telekom ihre mit der schnelleren Technik machbare Angebote in Homburg gezielt bewerben. Auch Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind will mit der Telekom-Technik werben, „denn aus meiner Sicht ist ein schnelles Internet heute nicht mehr nur weicher sondern harter Standortfaktor.“ Ein schneller Internet-Zugang gehöre zu den wichtigsten Forderungen, die von jungen Familien und mittelständischen Unternehmen an die Politik gestellt würden. Auch Grundstücke und Gebäude würden eine Aufwertung erfahren. Insofern sieht der OB im Einsteigen der Telekom auch ein Einlösen seines politischen Wahlversprechens.

Nach Angaben der Telekom verdoppelt die Glasfaser künftig in 17.000 Homburger Haushalten die Übertragungsgeschwindigkeit beim Herunterladen auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Beim Heraufladen vervierfache sich das Tempo auf 40 Mbit/s. Das neue Netz erlaube Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig.

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