DT2go Lesetipp:

Linus von Lieblich

Wiesenheld "Ich bin ein Wiesenheld". (c) Kreativ-Theater Andrea Dejon

Linus von Lieblich gehört zum Stamm der Bläulinge (Ein Drittel der Schmetterlinge gehört dazu), aber nicht alle Schmetterlinge aus diesem Stamm sind Blau gefärbt.

Da er auch gerne um die Mittagszeit fliegt und vor allem, wenn es heiß ist, muss er eine ganz besondere Fähigkeit haben: Er darf keinen Hitzschlag bekommen! Also muss er sich vor den warmen Anteilen des Sonnenlichtes irgendwie schützen!

Wenn ein Regenbogen am Himmel zu sehen ist, dann zeigt er, was für Farben im Sonnenlicht enthalten sind. Jede Farbe hat einen anderen Energiegehalt und kann einen Objekt entsprechende Wärme geben. Die Farbe, die zu oberst auf diesem Bogen zu sehen ist, trägt die wenigste Wärme in sich – sie ist sozusagen „leichter“ – und je weiter wir an den Farben entlang gehen würden, desto mehr Energie ist darin enthalten.

Blau hat dabei etwa die doppelte Energie als Rot. Dieser Lichtanteil ist also viel hektischer und wuseliger als der Rot-Ton.
Es ist damit vergleichbar: Wenn Ihr Euch wenig bewegt, dann bekommt Ihr nicht so warm, als wenn Ihr rennt und herum tobt. Und gehört zu den Effekt, die die Physik beschreibt.

Im Grunde ist jedes Objekt, ob Gegenstand oder Lebewesen, das wir in einer bestimmten Farbe sehen, eine Art Werfer. Bei Linus Flügeln ist es so, als wenn die Sonne ihm die Farben Rot, Orange, Gelb, Grün und Blau zu werfen würde, er nimmt alle Farben an, nur den blauen Ball wirft er zurück. Und dieser Ball trägt die meiste Energie in sich, somit geben die Schuppen auf seinen Flügeln diese Energie an ihr Umfeld ab, statt sich entsprechend aufzuheizen!

Am besten spüren wir Menschen diese Wärme- und Energieunterschiede bei Schwarz und Weiß. Weiß wirft alle Farbbälle des Lichtes zurück, wogegen Schwarz alle Bälle auffängt und sich somit gut aufheizen kann!

Die Schuppen der Schmetterlinge, die in der Lage sind die Lichtbälle in unterschiedlichen Richtungen zurück zu werfen – sozusagen als Team, nennt man photonische Kristalle. Sie stehen wie eine Gruppe von Menschen so geordnet neben- und voreinander, dass jeder vom anderen gleichweit entfernt steht und somit immer gut die entsprechenden Lichtbälle fangen und zurück werfen kann.

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