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Karlsberg würdigt früheren Brauerei-Chef Dr. Paul Weber an seinem 100. Geburtstag

Unternehmer mit Herz und Verstand

Dr. Paul Weber Foto: (c) Bagatelle

Am 16. Dezember 2015 wäre Dr. Paul Weber 100 Jahre alt geworden. Dies hat die Karlsberg Brauerei zum Anlass genommen, an diesem Tag in einer Feierstunde an die Verdienste ihres früheren Unternehmensleiters zu erinnern. Die Feierlichkeiten fanden im Karlsberger Hof in Homburg-Sanddorf statt. Rund 40 Jahre hat Dr. Paul Weber, Vater von Dr. Richard Weber und Großvater von Christian Weber, das Unternehmen nachhaltig geprägt. In einer Feierstunde erinnerte die Familie gemeinsam mit Mitarbeitern, ehemaligen Mitarbeitern, Homburgern und Weggefährten Paul Webers an seine Persönlichkeit, seine Errungenschaften für die Karlsberg Brauerei sowie sein Engagement für die Stadt Homburg.

Der Festakt wurde musikalisch vom Becker Chor St. Ingbert und dem Jagdhornbläsercorps Bliesbergerhof umrahmt. Christian Weber, Generalbevollmächtigter der Karlsberg Brauerei KG Weber, sprach das Thema Werte an, das sein Großvater Paul Weber im Unternehmen fest verankert hat: „Für Paul Weber stand der Mensch im Unternehmen stets im Mittelpunkt. Wir glauben heute noch fest an sein Konzept der Wertschöpfung durch Wertschätzung.“ Dr. Richard Weber freute sich bei der Feierstunde vier Generationen der Familie vereint zu wissen und erinnerte mit persönlichen Anekdoten aus seiner Kindheit an seinen Vater. Ein ganz besonderes Geschenk machte er seinen drei Geschwistern: einen Buick Eight, Baujahr 1952 – ein solches Modell fuhr Paul Weber in den 50er Jahren. Ganz persönliche Erinnerungen verbinden Richard, Sibylle, Christiane und Birgit mit diesem amerikanischen Wagen, mit dem sie damals schon über den St. Gotthardpass bis zum Luganer See fuhren. „Damals war er silbergrau, heute ist er urpilsgrün“, freute sich Dr. Richard Weber über die passende Lackierung.

Ihre ganz eigenen Geschichten von Begegnungen mit Paul Weber erzählten Reiner Ulmcke, Homburgs Oberbürgermeister a. D, und Prof. Dr. Helmut Reichling, Oberbürgermeister a.D der Stadt Zweibrücken und Neffe Paul Webers. „Ich habe von meinem Onkel Paul viel gelernt. Das persönliche Feuer, das er in sich getragen hat, konnte er auf andere Menschen übertragen – auch als Unternehmer. Er ist nicht tot, nur weil er gestorben ist – es ist so viel von ihm übrig geblieben“, sagte Prof. Dr. Helmut Reichling. Innovativ und mutig – wie zu seiner Zeit schon Paul Weber – präsentiert sich Karlsberg mit seinem neuen WERTE-Magazin »näh(e)rwert«. Christian Weber stellte „das Magazin zum Trinken“ – die Erstausgabe ist dem früheren Unternehmensdirektor Paul Weber gewidmet – im Rahmen der Feierstunde vor. Das Magazin wird in Zukunft regelmäßig erscheinen und liefert neben Neuigkeiten aus dem Verbund, jede Menge Geschichten von und über Menschen, die Karlsberg ausmachen. Die Themen Werte und Nachhaltigkeit werden sich wie ein roter Faden durch die folgenden Ausgaben ziehen.

Zur Person Paul Webers: Paul Weber (1915-1994) wurde am 16. Dezember 1915 in Homburg als Sohn von Richard Weber und Elisabeth Cappel geboren. Seit 1942 in der Brauerei tätig, übernimmt er nach dem Krieg (bis 1962 noch gemeinsam mit Dr. Philipp Klein) die Funktion des geschäftsführenden Gesellschafters. Der Brauerei-Chef Paul Weber zeichnete sich durch ausgeprägten Geschäftssinn, originelle Ideen und moderne Herangehensweise aus – und machte Karlsberg zu einer der größten deutschen Brauereien. Regelmäßig überraschte der Unternehmer dabei mit innovativen Ideen wie zum Beispiel 1953, als Karlsberg als erste Brauerei im saarländisch-französischen Wirtschaftsraum Dosenbier produzierte. Mit der Forcierung des Bierexports nach Frankreich, später auch nach Übersee, stellte Paul Weber die Weichen für die gegenwärtig immer noch bedeutsame, internationale Ausrichtung des Unternehmens. Auch hinsichtlich Führungsstil und Unternehmensphilosophie setzte Paul Weber Maßstäbe. Als einer der ersten Unternehmer begann er mit der Unternehmensführung im Mitarbeiterverhältnis. Weber prägte zudem Unternehmenswerte, die bei Karlsberg noch heute Gültigkeit besitzen. Engagiert im Stadtrat und in kommunalen Verbänden handelte Paul Weber – auch über parteipolitische Grenzen hinaus – zum Wohle Homburgs.

Persönlich, aber auch als Unternehmer, pflegte Weber gute Beziehungen zur Stadt. Sichtbarstes Zeichen dieser engen Verbindung ist noch heute der Karlsberg Brunnen auf dem Homburger Marktplatz, den Weber 1953 zum 75. Jubiläum der Brauerei stiftete. 1980 verlieh die Stadt dem Brauereidirektor zum Dank für sein vielfältiges Engagement die Ehrenbürgerschaft. Paul Weber starb am 23. Oktober 1994 im Alter von 78 Jahren.

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