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Karlsberg Brauerei tritt Umweltpakt Saar bei

Homburger Karlsberg Brauerei tritt Umweltpakt Saar bei. Foto: (c) bagatelle 2018

Gleich mit fünf ihrer Gesellschaften ist die Karlsberg Brauerei GmbH Homburg dem Umweltpakt Saar beigetreten, dem seit Gründung 2002 inzwischen 160 Unternehmen angehören. Sie alle verpflichten sich in Kooperation mit ihren Dachverbänden und der Landesregierung auf der Basis von ressourcenschonenden und energieeffizienten Wirtschaften den Standort Saarland zu stärken und einen Beitrag zur Schaffung neuer Arbeitsplätze zu leisten.

Sowohl im September 2016 wie auch im Januar 2017 hatte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger beim Richtfest und der Inbetriebnahme des neuen Blockheizkraftwerkes in der Homburger Karlsberg Brauerei deutliche Signale gesendet und den Blick auf die Bedeutung von Unternehmenskooperationen, flankiert von politischen Maßnahmen und Entscheidungen, für eine gelingende Energiewende gelenkt. Die Ministerin hat Gehör gefunden, die Karlsberg Brauerei hat sich nun eingereiht in den Mitgliederkreis des Umweltpaktes Saar.

Für Christian Weber, Generalbevollmächtigter des Homburger Familienunternehmens, ist der Beitritt eine Herzensangelegenheit: „Es ist ja ein Privileg, dass wir aus dem Boden Wasser entnehmen dürfen, Gerste, Hefe und Hopfen dazu geben, und ein Produkt machen. Wir nehmen uns also die Freiheit, die Umwelt und die Natur zu benutzen.“ Es verstehe sich deshalb von selbst, dass man dem Wertschätzung entgegenbringen müsse, und „dass das Thema Umweltschutz, Natur und Verwendung von Ressourcen für uns deshalb ganz wichtig ist.“ Den Bau einer großen Kläranlage, das Konzept einer „grünen Brauerei“ und schließlich die eigene Energieherstellung nannte Weber als Beispiele für den von drei Generationen getragenen Umweltgedanken. Wirtschaftliche Gründe, soziale Verantwortung und „ein Dankeschön dafür, dass wir so arbeiten dürfen“, nannte er als die treibenden Kräfte für dieses Handeln.

Fünf Gesellschaften der Karlsberg Brauerei Gruppe traten dem Umweltpakt Saar bei. Foto: (c) bagatelle 2018

Umweltstaatssekretär Roland Krämer, der die nunmehrige Umweltpakt-Mitgliedschaft mit einer Urkunde bestätigte, unterstrich die Bedeutung von nachhaltigem Wirtschaften und stellte noch einmal heraus, dass sich etwa ökologische Rücksichtnahmen ja auch durch Energiekosteneinsparungen rechnen, dass also Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit sich nicht widersprechen. Der für die Technik zuständige Bernd Franzmann belegte das in einem Vortrag aus Karlsberg-Sicht: Deutlich gestiegen ist in den letzten Jahren der Getränkeausstoß, deutlich zurückgegangen ist gleichzeitig aber der Energieverbrauch.

Nach der Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerkes versorge sich das Unternehmen inzwischen sogar zu 94 Prozent selbst mit Stromenergie. Energiemanagement bei Karlsberg erfolgt inzwischen live. Die speziell geschulten und sensibilisierten Mitarbeiter sehen in sogenannten „Live-Cockpits“ wo Verbräuche stattfinden und können unmittelbar regelnd eingreifen. Effizienzsteigerung sei im Unternehmen tägliches Geschäft.

Mit der Karlsberg Brauerei GmbH sind gleichzeitig Karlsberg Brauerei KG Weber, die Karlsberg Holding GmbH, die Karlsberg Service GmbH, die Karlsberg Logistik Service GmbH und die Karlsberg International Getränke GmbH Mitglied im Umweltpakt Saar geworden. Die Aufnahme von Karlsberg in den Umweltpakt Saar nahmen die Partner desselben zum Anlass, um in Homburg zu einem Gedankenaustausch zusammenzufinden.

Neben Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke waren führende Vertreter von IHK, Handelskammer, Arbeitskammer der Vereinigung des Saarländischen Unternehmerverbände nach Homburg gekommen.

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