DT2go Lesetipp:

Homburger Kriminalstatistik 2014

Polizeiinspektion präsentiert Bericht im Rathaus.

Homburger Kontaktpolizisten im Gespräch mit Bürgern im Talzentrum.

Kürzlich waren Eric Schweizer, Leiter der Polizeiinspektion (PI) Homburg, sowie sein Stellvertreter Thomas Raber zu Gast im Rathaus. Sie stellten Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind und Fachbereichsleiter Frank Missy sowie Alexander Tomaras von der Rechtsabteilung der Stadtverwaltung die Kriminalstatistik für Homburg für das Jahr 2014 vor.

Die Visualisierungen der DT-Redaktion beruhen auf den Daten der Kriminalstatistik für den kompletten Saarpfalz-Kreis und sind nicht identisch mit den Daten für die PI Homburg. Sie werfen jedoch einen interessanten Blickwinkel auf die Situation in unserem Kreis.

Bei dem Gepräch im Rathaus ging es um die Themen Kriminalität, Verkehrsunfälle und Präventionsmaßnahmen. Die PI Homburg ist zuständig für Homburg, Bexbach und Kirkel. Schweizer bezeichnete Homburg gleich am Anfang als „sichere Stadt“. Er sehe auch keine Straftaten-Schwerpunkte in einzelnen Ortsteilen und auch keine „Rechte Szene“ oder Betäubungsmittel-Gruppierungen, so der PI-Leiter. Beim Thema Verkehrsunfälle stellte er klar, dass neben Fehlern beim Abbiegen, Wenden etc. nicht angepasste Geschwindigkeit noch vor Alkohol als Ursache stehe. In Homburg gab es 2014 insgesamt 1.940 Unfälle, wobei es 352 Verletzte gab, ein Mensch wurde getötet. „Wir befinden uns hier auf einem guten Niveau“, so Schweizer, der aber auch klar machte, dass „jeder Tote und jeder Schwerverletzte natürlich einer zu viel ist.“

Die Kriminalitätsentwicklung in Homburg ist im Vergleich zu 2013 um ca. vier Prozent gestiegen, seit 2005 konnte aber ein Rückgang von fast 15 Prozent verzeichnet werden. Dies ergibt Platz sieben in der Rangliste der insgesamt 52 saarländischen Städte und Gemeinden. Ladendiebstähle und Sachbeschädigungen/Vandalismus sind nach der Statistik zurückgegangen, Körperverletzungsdelikte stagnieren. Ein Problem seien die Wohnungseinbrüche, die sich jedoch im gesamten Bundesgebiet häuften, so Schweizer: „Es handelt sich hier um Banden mit straffen Strukturen, die gerade auch im Grenzgebiet zuschlagen.“

Daher sei auch im Saarpfalz-Kreis die Zahl der Straftaten in den vergangenen zwei Jahren nach oben gegangen. Das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger sei beeinträchtigt, dennoch „machen wir viel, gehen in Wohngebiete, beraten, sprechen mit Anwohnern und kontrollieren verdächtige Fahrzeuge“, so der PI-Leiter. Raber ergänzte, dass zu Beginn des Jahres 2015 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres die Einbruchszahlen gestiegen seien, in den letzten Wochen aber eine rückläufige Tendenz zu verzeichnen sei.

Gegenüber dem Jahr 2013 mit 125 erfassten Einbruchsdiebstählen sei entgegen dem Landes- und Bundestrend die Fallzahl im Jahr 2014 auf 105 zurückgegangen. Schweizer und Raber lobten auch die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und insbesondere mit dem Ordnungsamt: „Wir stimmen Einsatzpläne ab, es läuft besser, als in anderen Kommunen und wir sind hier sehr zufrieden“, so Raber. Auch wichtig sei die Arbeit der Kontaktpolizisten, die Präventionsmaßnahmen in der Stadt und auch bei interessierten Bürgerinnen und Bürgern anbieten. So gibt es die „Mobile Wache“, die regelmäßig Fahrräder codiert, Beratungen zu Einbruchschutz vor Ort anbietet, in Schulen geht und vertrauensbildende Maßnahmen auch für Kindergartenkinder organisiert. Diese Aktionen sollen auch in Zukunft fortgesetzt werden. „Wir sind in Homburg auf einem guten Weg, auch dank der engen Vernetzung zur Stadtverwaltung. Diese gute Zusammenarbeit setzt sich fort bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, erklärte Schweizer zum Abschluss.

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