DT2go Lesetipp:

Fahrradwerkstatt Erbach feierte Geburtstag

500 gebrauchte Fahrräder an Bedürftige verteilt.

Fahrradwerkstatt Die Mitglieder des Vereins "Radlerfreunde Homburg e.V." unterstützen die Fahrradwerkstatt in Homburg-Erbach. Foto: (c) bagatelle

Am 3. Dezember 2015 öffnete die Fahrradwerkstatt in Homburg-Erbach für Bedürftige und Geflüchtete ihre Türen. Seit dem Projektstart vor einem Jahr haben die Helfer 500 gebrauchte „Drahtesel“ instand gesetzt und an Bedürftige weitergegeben. Hinzu kommen ungefähr ebenso viele Reparaturen.

Fahrradwerkstatt

Fahrradwerkstatt feierte 1.Geburtstag am 3. 12. 2016. in Erbach. Foto: (c) bagatelle Homburg

So wurden zum Beispiel über 100 MICHELIN-Fahrradschläuche verbaut. Die Werkstatt wird ehrenamtlich von den Mitgliedern des Vereins Radlerfreunde Homburg e.V. geführt und von dem Michelin Reifenwerk Homburg, der Stadt Homburg sowie der Arbeiterwohlfahrt und dem Verein „Homburger wollen helfen“ unterstützt. „

Getreu unserer Unternehmensphilosophie – wir bringen Menschen besser weiter – ist es das Ziel von Michelin die Mobilität von Bedürftigen in der Region zu erhöhen. Denn Mobilität ist ein wichtiger Grundstein für Integration und Beschäftigung – und das möchten wir fördern“, erklärt Cyrille Beau, Werkleiter bei Michelin in Homburg.

Um die Nachfrage zu bewältigen, schrauben die ehrenamtlichen Helfer dreimal wöchentlich gemeinsam mit Geflüchteten in der Werkstatt und holen bei Bedarf Räder von Spendern der umliegenden Gemeinden aus Kellern und Garagen ab. „wir freuen uns über weitere Helfer, die Spaß am „Schrauben, an Rädern haben und bereit sind, einige Stunden pro Woche zu helfen. Wer sehen will, wie und was zu tun ist, kann einfach zu den Öffnungszeiten vorbeischauen oder sich per E-Mail bei den Radlerfreunden Homburg melden“, sagt Karl Manderscheid, Radlerfreunde Homburg e.V.

Auch das Thema Verkehrssicherheit spielt in der Fahrradwerkstatt eine wichtige Rolle. Dazu werden die Räder zum einen fachmännisch mit Licht und Reflektoren aufbereitet und die Bremsen geprüft. Zum anderen bietet die Verkehrsschule Homburg den Geflüchteten theoretische und praktische Fahrradtrainings an. Polizeihauptkommissar Robert Schmitt, Verkehrssicherheitsberater an der Jugendverkehrsschule Homburg, erläutert: „Verkehrssichere Fahrräder alleine reichen nicht aus. Mit speziellen Fahrradkursen wollen wir die neuen Bürger schulen, Unfallgefahren besser und vor allem frühzeitig zu erkennen. Denn im Unterschied zu ihren Herkunftsländern ist die Verkehrsdichte in Deutschland viel höher. In der Verkehrsschule lernen sie daher die wichtigsten Verkehrsregeln kennen und zum Beispiel auch die Bedeutung eines Fahrradhelms für die Sicherheit.“

Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind betont: „Es ist großartig, wie sich die Radlerfreunde gemeinsam mit weiteren Partnern sowie dem Michelin Werk engagieren. Für diesen Einsatz möchte ich gerade zum einjährigen Bestehen herzlich danken, da es keineswegs selbstverständlich ist, beim Helfen einen so langen Atem zu haben. Das spricht für Einsatzbereitschaft aller Beteiligten. Darüber hinaus sind die Fahrradwerkstatt und auch die Kleiderkammer Beispiele dafür, dass wir ausgehend von Hilfen für Flüchtlinge Strukturen schaffen konnten, die allen Bedürftigen in der Stadt Hilfestellungen bieten.“

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