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DT-Finanzkolumne Ausgabe März

Mit viel Schwung: Panik für die Einen, Chancen für die Anderen.

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Die monatliche Finanzkolumne der „Deutschen Tribüne“ publiziert von Uwe Herrlinger, Partner der unabhängigen Vermögensverwaltung swisspartners AG mit Sitz in Vaduz.

1998: Schuldenkrisen und gescheiterte Fonds bringen Investoren in die Bredouille. 2008: Finanzkrise und rückläufige Märkte schütteln die Anleger. 2016: Es könnte also schlimmer sein. Des einen Panik ist des anderen Gelegenheit. Und weil die Dinge derzeit so schlecht stehen, könnte man sie schon fast wieder gut nennen.

Angesichts der panischen Verkaufswelle, die Europa mit am härtesten getroffen hat, könnte man ziemlich schnell daraus schliessen, dass wir auf schreckliche wirtschaftliche Ereignisse wie eine globale oder eine US-Rezession zusteuern. Machen wir einfach einen Schritt aus der Angstspirale hinaus, an der die Märkte festhalten, und werfen wir einen Blick auf die Fakten.

Im Moment ist die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA nicht höher als 30 Prozent, während die Märkte diese Möglichkeit bereits zu 50 Prozent verworfen haben. Ja, das Wachstum in den USA ist lückenhaft und folgt dem Start-Stopp-Prinzip – was soll daran neu sein? Insgesamt rechnen wir dieses Jahr immer noch mit einem US-Wirtschaftswachstum von rund 2,5 Prozent. Allerdings wird in manchem Quartal eine 3 vorne stehen und in anderen wiederum die 1. Die Arbeitslosenquote der USA ist weiterhin rückläufig, und es gibt erste Anzeichen für ein geringes Lohnwachstum.

Die Weltwirtschaft wird 2016 voraussichtlich um rund 3 Prozent wachsen (mit guten Chancen auf positive Überraschungen) – also kaum etwas, wovor man Angst haben müsste. So, wie sich das Umfeld jetzt präsentiert, scheint es sehr unwahrscheinlich, dass die USA in diesem Jahr mehr als einmal die Zinsen anheben können.

Quelle: swisspartners Vaduz 2016

AAII – Bärenstimmung zwischen 2009 und 2016Der Blick auf die Stimmung der Investoren zeigt Werte, die man zuletzt 2009 so negativ verzeichnet hat (siehe Chart), und der Kassenstand der Portfoliomanager ist der höchste in mehr als fünf Jahren. Schaut man sich die Korrelation zwischen den Spitzen der Bärenstimmung und den Indexbewegungen an, sieht man deutlich, dass jeder Baisse-Spitze ein Anstieg der Aktienmärkte folgte.

Was die Entschlossenheit des EZB-Chefs Mario Draghi angeht, seine Politik des negativen Zinses voran zu treiben, so könnte es sich hierbei um die größte Vermögensumverteilung im Europa der Nachkriegsgeschichte handeln. Für Sparer bedeutet dies: Machen Sie sich auf die Suche nach einem guten Vermögensverwalter.

Interessierte Leser unserer Kolumne können mich gerne über die E-Mail-Adresse: uwe.herrlinger@swisspartners.com kontaktieren.

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